Avodah Zarah 43

Kapitel 43

א אריסותא לר"ש בן אלעזר לית ליה אלא עובד כוכבים מ"ט מותר דאמרינן ליה וציית כותי נמי אמרינן ליה וציית כותי לא ציית דאמר אנא גמירנא טפי מינך
1 R. Šimo͑n b. Elea͑zar hält nichts von der Teilpacht. — Einem Nichtjuden darf man es deshalb, weil er gehorcht, wenn man ihm sagt, demnach sollte man auch von einem Samaritaner annehmen, er gehorche, wenn man ihm sagt!? — Ein Samaritaner gehorcht nicht, denn er sagt: ich weiß es besser als du. —
ב א"ה מאי איריא מפני שנקראת על שמו תיפוק ליה משום (ויקרא יט, יד) לפני עור לא תתן מכשול חדא ועוד קאמר חדא משום לפני עור ועוד מפני שנקראת על שמו
2 Wozu wird demnach begründet: weil es seinen Namen trägt, es sollte doch schon deshalb verboten sein, weil es heißt: <i>vor einen Blinden sollst da kein Hindernis</i> <i>legen</i>!? — Außer diesem nennt er noch einen Grund: erstens darf man vor einen Blinden kein Hindernis legen, und zweitens trägt es seinen Namen.
ג הנהו מוריקאי דעובד כוכבים נקיט בשבתא וישראל בחד בשבתא אתו לקמיה דרבא שרא להו
3 Einst waren zwei Safranpflanzer, der Nichtjude arbeitete am Šabbath, und der Jisraélit arbeitete am Sonntag, und als sie vor Raba kamen, erlaubte er dies.
ד איתיביה רבינא לרבא ישראל ועובד כוכבים שקיבלו שדה בשותפות לא יאמר ישראל לעובד כוכבים טול חלקך בשבת ואני בחול ואם התנו מתחלה מותר
4 Rabina wandte gegen Raba ein: Wenn ein Jisraélit und ein Nichtjude zusammen ein Feld gepachtet haben, so darf der Jisraélit nicht zum Nichtjuden sagen: arbeite du deinen Teil am Šabbath und ich werde meinen Teil an einem Wochentag arbeiten; hatten sie dies vorher vereinbart, so ist es erlaubt.
ה ואם באו לחשבון אסור איכסיף לסוף איגלאי מלתא דהתנו מעיקרא הוו
5 Kommen sie zur Abrechnung, so ist es verboten. Da schämte er sich. Später stellte es sich heraus, daß sie es vorher vereinbart hatten.
ו רב גביהה מבי כתיל אמר הנהו שתילי דערלה הוה עובד כוכבים אכיל שני דערלה וישראל שני דהתירא אתו לקמיה דרבא שרא להו
6 R. Gebiha aus Be Kethil erzählte, da handelte es sich um Pflanzungen von Ungeweihtem; der Nichtjude aß das Ungeweihte und der Jisraélit aß das Erlaubte, und als sie vor Raba kamen, erlaubte er es. —
ז והא אותביה רבינא לרבא לסיועי סייעיה והא אכסיף לא היו דברים מעולם
7 Rabina erhob ja aber gegen Raba einen Einwand!? — Er brachte für ihn eine Stütze. — Er schämte sich ja!? — Dies ist nie geschehen.
ח איבעיא להו סתמא מאי ת"ש אם התנו מתחילה מותר הא סתמא אסור
8 Sie fragten: Wie ist es, wenn sie darüber nichts sprechen? — Komm und höre: Haben sie es vorher vereinbart, so ist es erlaubt, demnach ist es verboten, wenn sie nichts vereinbart haben. —
ט אימא סיפא אם באו לחשבון אסור הא סתמא מותר אלא מהא ליכא למשמע מינה:
9 Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: Kommen sie zur Abrechnung, so ist es verboten. Demnach ist es erlaubt, wenn sie nichts vereinbart haben!? — Hieraus ist vielmehr nichts zu entnehmen.
י <br><br><big><strong>הדרן עלך לפני אידיהן</strong></big><br><br>
10 
יא מתני׳ <big><strong>אין</strong></big> מעמידין בהמה בפונדקאות של עובדי כוכבים מפני שחשודין על הרביעה ולא תתייחד אשה עמהן מפני שחשודין על העריות ולא יתייחד אדם עמהן מפני שחשודין על שפיכות דמים: <big><strong>גמ׳</strong></big>
11 <b>M</b><small>AN DARF KEIN</small> V<small>IEH IN EIN</small> W<small>IRTSHAUS VON</small> N<small>ICHTJUDEN EINSTELLEN, WEIL SIE DER</small> B<small>ESTIALITÄT VERDÄCHTIG SIND</small>. E<small>INE</small> F<small>RAU DARF MIT IHNEN NICHT ALLEIN SEIN, WEIL SIE DER</small> U<small>NZUCHT VERDÄCHTIG SIND: AUCH SONST EIN</small> M<small>ENSCH DARF NICHT MIT IHNEN ALLEIN SEIN, WEIL SIE DES</small> B<small>LUTVERGIESSENS VERDÄCHTIG SIND.</small>